Die Schule ist ein Lebensraum, in dem die verschiedensten Menschen aufeinandertreffen. Konflikte und Beschwerden gehören zu jedem Schulalltag dazu. Wir sehen Konflikte und deren Lösung als einen wichtigen und auch notwendigen Schritt zur Persönlichkeitsentwicklung. Kritik kann eine Chance zur positiven Veränderung sein. Entscheidend hierfür ist ein sachlicher und konstruktiver Umgang mit Beschwerden. Alle Beteiligten sollten offen, fair, sachlich und höflich miteinander umgehen.
Zeitnah bearbeiten
Alle anliegen sollen möglichst zeitnah bearbeitet werden.
Dort bearbeiten wo es auftritt
Alle Anliegen sollen zunächst dort bearbeitet werden, wo sie auftreten. Erst bei Ausbleiben einer befriedigenden Lösung soll eine höhere Ebene eingeschaltet werden.
Dokumentieren
Alle Anliegen sollen dokumentiert werden.
Anliegen von Schüler*innen...
mit anderen Schüler*innen
Konfliktlösungsstrategien sind Bestandteil unseres Unterrichts. Falls unsere Schüler*innen Hilfe bei einem Konflikt benötigen oder sich beschweren möchten, wenden sie sich situationsbezogen an die Pausenaufsicht, die Fachlehrkräfte oder die Klassenleitungen. Konflikte können auch im Klassenrat angesprochen werden.
Wenn sich daraufhin keine Lösung abzeichnet, können sich die Beteiligten an die Schulleitung wenden. Sie entscheidet über den weiteren Weg:
Gespräch mit allen Beteiligten, ggf. Sanktionen
Elterngespräche
Schriftliche Mitteilung an die Eltern
Erziehungs- oder Ordnungsmaßnahmen
mit Lehrkräften
Schüler*innen wenden sich an die direkt betroffene Lehrkraft. Unterstützung können sich die Schüler*innen bei den Klassensprecher*innen holen. Falls es zu keiner befriedigenden Lösung kommt, können sich die Schüler*innen an die Schulleitung wenden.
Anliegen von Eltern mit Lehrkräften
Dort angehen wo es auftritt
Eltern wenden sich an die betroffene Lehrkraft. Dies kann per E-Mail, einem Telefonat oder einem persönlichen Gespräch in der Schule sein. Die Eltern haben Kenntnis über die Kontaktmöglichkeiten, sodass ggf. Gesprächstermine vereinbart werden können. Tür- und Angelgespräche sind nicht sinnvoll.
Die Klassenelternvertreter*innen können als beratende Ansprechpartner eingeschaltet werden.
Sollte es trotzdem zu keiner Einigung kommen, können sich die Eltern an die Schulleitung wenden. Dabei gibt es keine Gespräche über Lehrkräfte. Wir reden miteinander, nicht übereinander.
Anliegen von Lehrkräften...
mit Lehrkräften oder mit der Schulleitung
Bei Beschwerden von Lehrkräften oder Mitarbeiten untereinander und bei Beschwerden dieser Personen gegenüber der Schulleitung soll ein persönliches Gespräch der Beteiligten stattfinden. Als Vermittler stehen in diesem Fall der Personalrat zur Verfügung.
Bei einer schweren Vertrauenskrise zwischen Schule und Erziehungsberechtigten können sich Eltern auch direkt an die Landesschulbehörde wenden bzw. eine Eingabe an den Niedersächsischen Landtag machen.